Themse Wanderung in London

Themse Wanderung in London

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Tower Bridge in London bei schönem Wetter mit blauem Himmel

Weshalb die Leute nach London reisen…

London verbinden viele Menschen landläufig mit den Begriffen Hauptstadt, Finanzzentrum, Shopping, Königshaus, Kunst, Kultur und vielem mehr.

Auch Stadtrundfahren, Shopping, Besuche von Galerien und Museen, ebenso wie das Warten auf den königlichen Nachwuchs, gehören zu einer Reise nach London.

In London kannst du auch einen der vielen Parks aufsuchen und dort den ganzen Tag verbringen. Ein Spaziergang durch den Hyde Park und an der Themse entlang sind sehr erholsam.

Zu der Vielzahl der Möglichkeiten werden auch „Neulinge“ in London auf der Webseite von VisitBritain fündig. Kennst du bereits meine Einstellung zu VisitBritain?

London Underground Schild "Bond Street" auf gelbem Hintergrund

Meine Themse Wanderung

Bei meinem letzten Besuch in London bin ich nach dem Frühstück zur Themse gelaufen um dort einen ausgiebigen Spaziergang als Ersatz für eine auf meinem Trainingsplan stehende Wanderung zu unternehmen. Daraus wurde eine Themse Wanderung.

In Chelsea habe ich die Themse über die Chelsea Bridge in Richtung Südufer (South Bank) gequert, um dann weiter nach Osten eine Runde entlang der Themse bis zur nächsten oder übernächsten Brücke zu gehen. Dort wollte ich die Themse erneut überqueren, um dann am Nordufer (North Bank) den Rückweg zu beschreiten.

Selbst bei dem Großstadt Gewusel aus Läufern, Spaziergängern, Eltern und Nannis mit Kindern, stellte sich sofort das mir bekannte Gefühl ein, auf einer Wanderung zu sein. Außerdem gab es an jeder Ecke etwas Interessantes zu entdecken.

Meine größte Entdeckung dabei war, dass ich mich auf dem offiziellen Themse Wanderweg „Thames Path“ befand. Der Themse Wanderweg gehört zu den National Trails in Großbritannien.

Holzbrücke am Themse Strand in London

Der offizielle „Thames Path“

Er beginnt an der vermuteten Quelle der Themse in der Nähe von Kemble in Gloucestershire und verläuft bis zum Thames Barrier, eines der weltweit größten Sturmflutwehre, über eine Entfernung von 292 km (181 Meilen).

Heute bin ich zurückgekehrt um den Themse Weg in der City von London zu erkunden. Meine Wanderung habe ich verbunden mit Ausflügen zu den am Weg versteckten Highlights aus Landschaft und Architektur, Kunst und Kultur.

Ein blauer Glasturm in London inmitten der Stadt

Wobei wandern irgendwie nicht zu diesem Ausflug passt. An den Tagen auf dem Themse Weg habe ich keine Wanderer, wie mich, gesehen. Das Südufer war überflutet von Touristen aus aller Welt. Besonders hart war es auf dem Weg von Big Ben zum London Eye und dann weiter zur Tower Bridge.

Nachdem ich mich mit dem Gedanken getröstet habe, dass ich nach 3 Tagen London den Zug nach Cornwall besteigen darf und vom Meer erwartet werde, konnte ich auch die vielen Menschen um mich herum ausblenden und mich an den vielfältigen Angeboten der Stadt erfreuen.

Die Brücken als Orientierung auf dem Wanderweg durch London

Die beste Orientierung findest du anhand der Brücken in London. Auch sind die Brücken selbst bereits eine Führung durch die Architektur und Geschichte der Stadt.

1. Von der Putney Bridge zur Vauxhall Bridge

Die Putney Bridge erreichst du bequem und schnell mit der U -Bahn. Fahre einfach zur gleichnamigen Station. An dieser Stelle nochmals der Hinweis auf die Oyster Visitor Card zur günstigen Nutzung der öffentliche Verkehrsmittel in London.

Oyster Card

Von der U Bahn kommend habe ich die Themse gequert und dann meine Wanderung am Südufer in Richtung Vauxhall Bridge begonnen. Dieser Weg führt über etwa 9,6 km am Ufer der Themse Richtung Norden.

Zwischen der Putney Bridge und der Wandsworth Bridge laden die St Mary Church und der Wandsworth Park zu einem Stopp ein.

Weiter ging es dann von der Wandsworth Bridge, vorbei an der Battersea Bridge, bis zur Albert Bridge. Die Albert Bridge entfaltet ein besonderes Flair in der Nacht bei voller Beleuchtung.

Albert Bridge in London bei Nacht beleuchtet

Auf der Strecke zwischen der Albert Bridge und der Chelsea Bridge habe ich mir die überraschende Peace Pagode im Battersea Park angesehen. (Allgemeine Informationen, was eine Peace Pagode ist, findest du hier.) Weiter verlief meine Wanderung an der Themse, bevor nach der Chelsea Bridge die mächtige Battersea Power Station zu umlaufen war.

Danach führte der Weg bis zur Vauxhall Bridge. Unterwegs lohnte sich mit einem Blick auf den St George Wharf Tower zu verweilen.

An der Vauxhall Bridge hatte ich dann die Entscheidung zu treffen, entweder weiter mit der U- Bahn (Vauxhall oder Pimlico Station) London zu erkunden oder an dem Nordufer der Themse die 9,6 km zurück zu wandern.

Meine Wanderung habe ich dann bis zur Putney Bridge zurück fortgesetzt, da es hier einiges zu bestaunen gibt: Pimlico GardenRanelagh GardensChelsea Physic GardenCremorne Garden und Imperial Park. Ich habe den Chelsea Physic Garden, den ältesten Botanischen Garten in London ausgewählt und dort meine Wanderung noch einmal unterbrochen.

2. Von der Vauxhall Bridge zur Tower Bridge

Einen Tag später wollte ich meine Wanderung an der Themse fortsetzen und mit einigen Abstechern zur Kunst und Geschichte verbinden. Grundsätzlich besteht nur am Südufer der Themse (5,2 km) oder auch über das Nordufer (6,4 km) die Möglichkeit die Wanderung abzurunden.

Mit der U- Bahn bin ich zunächst bis zur Station Pimlico gefahren. Dort am Nordufer habe ich dann gleich einen Abstecher in die Tate Britain, der weltweit größten britischen Kunstsammlung, gemacht. In der Tate Britain konnte ich noch die Ausstellung „Nick Waplington/Alexander McQueen: Working Process“ sehen. Aber auch die Dauerausstellungen lohnen immer einen Besuch.

London Eye mit Blick von der anderen Seite der Themse in London

Jetzt führte mich meine Wanderung am Südufer entlang, vorbei an der Lambeth Bridge und der Country Hall zum London Eye.

Tipp: Für das London Eye können die Tickets vorab bereits in Deutschland gekauft werden z.B. über VisitBritain oder ticketshop.london. Dies gilt auch für eine Vielzahl von Tickets für die anderen Sehenswürdigkeiten in London.

Mein Weg führte mich dann weiter am Südufer der Themse entlang vorbei an der Hungerford Bridge und der Blackfriars Bridge bis zur Millenium Bridge.

Auf der Höhe der Millennium Bridge habe ich in der Tate Modern die „Marlene Dumas: The Image as Bürden“ Ausstellung angesehen und noch mit einem längeren Blick in der Dauerausstellung Interessantes „Altes“ wiederentdeckt.

Millenium Bridge in London an einem bewölkten Tag mit Blick an das andere Ufer

Meine weitere Wanderung habe ich schließlich vorbei an der London Bridge bis zur Tower Bridge fortgesetzt. Eine Besichtigung der Tower Bridge, wie auch des Towers selbst, lohnen sich immer. Mir steckten an diesem Tag jedoch die Besichtigungen in der Tate noch im Rücken, ich wollte einfach weiter laufen. So bin ich dann am Nordufer in westlicher Richtung bis zur Putney Bridge zurück gelaufen.

Zugegeben, einen kurzen Fototermin habe ich mir nicht bei Big Ben und dem House of Parlament entgegen lassen. Zeit für einen Tee habe ich mir auch genommen.

Das Parlament in London mit Big Ben vor blauem Himmel und einem gelben Londoner Taxi

Am Ende des Tages habe ich erst bemerkt wie anstrengend eine Wanderung in London ist. Die Eindrücke waren so vielfällig, hinzu kamen die vielen Stopps und die Museumsbesuche.

Doch die vielen Parks entlang der Themse und die vielfälligen Möglichkeiten einen Tee oder einen Kaffee zu nehmen bieten Gelegenheit zur Rast.

Nächstes Ziel: Cornwall

In wenigen Tagen werde ich nach Cornwall reisen, um dort einige neue Wanderrouten zu erkunden und mir ein Bild über die neusten kulinarischen Highlights aus St. Ives zu verschaffen. Bei dieser Gelegenheit steht auch ein Besuch in der Tate St. Ives auf dem Plan. Und alle Highlights hierüber findest du natürlich bei meinen Cornwall Berichten!

 

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