Packliste – ein Rucksack für den 77 km Walk

Packliste – ein Rucksack für den 77 km Walk

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Logo vom 25th Anniversary Collas Crill Island Walk

Packliste – ein Rucksack für 77 km

Seit einigen Wochen mache ich mir immer wieder Gedanken darüber, welchen Rucksack ich auf meinem Collas Crill Island Walk am 20.06.2015 mitnehmen werde und welche Dinge ich sonst noch brauche. Das Brauchen beschränkt sich ohnehin auf die Dinge die lebensnotwendig sind. Bei meiner Teilnahme am Collas Crill Island Walk scheint mir nichts lebensnotwendig. Es wird dort an 14 Checkpoints für die medizinische Versorgung, sowie  für Essen und Trinken gesorgt. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass ich meinen Rucksack zwischen den einzelnen Checkpoints transportieren lassen kann.

Meine Aufregung ist jedoch so groß, dass ich regelmäßig visualisiere was „brauche“ ich an diesem Tag?

Je häufiger ich darüber nachdenke, desto verwegener und verwirrter werden meine Gedanken. Aus diesem Grund habe ich meine (erste) Packliste Anfang Januar herunter geschrieben. Am Ende ist das übrig geblieben:

1. Rucksack

Ja, ein Rucksack soll es sein. Ob ich diesen auf dem vollständigen Collas Crill Island Walk tragen werde oder ob ich die Bequemlichkeit des Rucksacktransports nutzen werde, ist noch offen. Mit der Frage werde ich mich abschließend befassen, wenn ich alle Unterlagen für den Walk erhalten habe.

Jetzt steht erst einmal die Frage nach dem richtigen Rucksack. Dabei gehe ich zunächst davon aus, dass ich den Rucksack 77 km über Jersey tragen werde. Also muss es ein leichter und bequemer Rucksack sein. Bequem im Sinne von, er sitzt perfekt am Körper, bewegt sich nicht selbst, nur gemeinsam mit mir. Er muss leicht sein und ich muss einen schnellen und leichten Zugriff auf die Wasserflaschen und meine Kamera haben.

Nach diversen Recherchen, einschließlich der Suche nach dem perfekten Rucksack bei Langstreckenläufer und Radfahrern und zwei ausführlichen Gesprächen im Camp4 mit den Leuten, die sich zum Thema Rucksäcke wirklich auskennen und nicht nur welche verkaufen wollen, und nach diversen Anproben habe ich mich für den  Talon 33 von Osprey entschieden.

Der Talon 33 ist als Rucksack für Männer ausgewiesen. Ihn gibt es deshalb nur in der Größe M/L. Er ist so bestens für den längen Oberkörper geeignet. Damit ist auch bei mir der sehr gute Sitz des Rucksacks gewährleistet.

Hinzu kommt, dass der Talon 33 mit seinen 840 Gramm zu den leichteren Rucksäcken gehört, die es überhaupt bei dieser Größe noch gibt. Die Ausstattung, einschließlich der Hinterlüftung und der Kompressionsriemen, entsprechen dem gewohnten Standard von Osprey. Selbst für den Fall, dass ich rechts und links keine Trinkflaschen, sondern eine Trinkblase mitnehmen wollte, ist gesorgt.

Bei schönem Wetter und davon gehe ich aus, kann ich auch noch den Deckel abnehmen und so einige Gramm einsparen. Bei meiner Packliste für eine Wanderung bis zu einer Woche habe ich ihn auch mit dabei.

2. Regenüberzug für den Rucksack

Die Rucksack Regenhülle von Osprey habe ich immer in meinem Rucksack. Ich benutze sie nur, wenn es nach Dauerregen aussieht.

3. Signalpfeife

Ebenso wie die Rucksackregenhülle gehört die Signalpfeife zur Grundausstattung meiner Rucksäcke von Osprey. Unabhängig vom Ort und der Zeit kann ich mich mit dieser Pfeife nachhaltig bemerkbar machen.

4. Regenjacke

Brauche ich eine Regenjacke? Schließlich laufe ich den Collas Grill Island Walk im Sommer und erwarte den optimalen Tag für dieses Ereignis. Nun, das Wetter macht auch auf Jersey was es will. Das ist gut so, löst meine Frage nach der Regenjacke aber nur bedingt.

Wie auf jeder Insel, wird sich das Wetter auf Jersey auch abhängig vom Wind und vom Meer verhalten. Dies lässt keine sichere Vorausschau auf das Wetter zu.

In jedem Fall werde ich das Wetter bereits vor meiner Anreise auf ITV und MetOffice beobachten. Am Starttag entscheide ich dann ob ich meine Regenjacke mitnehme.

Dann soll es die Montane Jacke Minimus sein. Diese Regenjacke ist sehr leicht. Sie sitzt perfekt am Körper und sie hält dicht.

Die Regenjacke trage ich sonst nicht auf meinen Wanderungen, weil sie nicht 3-fach verklebt ist und unter der Last meines ansonsten sehr schweren Rucksacks schnell Schaden nehmen würde. Auf einer Tageswanderung stellt dies jedoch kein Problem dar.

5. Ein Paar Socken

Ein Paar Ersatz Wandersocken müssen mit für den Fall, dass ich mein erstes Paar durchgelaufen habe oder die Socken nass werden. Bei der Auswahl der Socken achte darauf, dass sie perfekt sitzen und im Bereich der Fußsohle extra gepolstert sind. Die Herrensocken von Smartwool PhD Outdoor Ultra Light sind zurzeit meine Favoriten. Viele Wanderer schwören auf zwei Paar Socken mit der Begründung, dass dann die Reibung verringert wird. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es viel wichtiger ist für den perfekten Sitz der Socken Sorge zu tragen und auf einen sehr gut geeigneten Laufstil zu achten. Die richtigen Schuhe sind auch ein Thema. In den nächsten Wochen werde ich dazu einige Experimente machen.

6. Handy

Mein iPhone muss mit. Für den Notfall und für ein schnelles Foto auf Facebook. Auf der Wanderung verpacke ich mein Handy in einem iPhone bag von aLOKSAK.

Verschließbare Zippertüten von Rossmann gehen auch. Der entscheidende Vorteil der aLOKSAK bags liegt darin, dass sie nicht nur perfekt für das iPhone passen, sie ermöglichen mir auch den Touchscreen zu bedienen, ohne das Handy aus der Verpackung zu nehmen. Bei Regen ein echter Vorteil.

7. GoPro4 Hero

Die GoPro4 Hero ist klein und handlich und für jede Form der aktiven Betätigung einsetzbar. Durch die Schutzverpackung ist sie sicher vor Schmutz und Feuchtigkeit. Ob Foto oder Video, sie liefert coole Bilder. Unschlüssig bin ich zurzeit noch ob ich die GoPro an meinem Rucksack befestige oder ob ich die P.O.V. Pole 19 Teleskopstange benutzen werde.

8. SPOT Trace GPS Tracker

Der SPOT Trace Satelliten Tracker ist meine neuste Errungenschaft. Mit diesem Tracker kann ich allen zeigen, wo ich im Moment wandere. Der Tracker ist zur Zeit so eingestellt, dass er regelmäßig alle 2,5 Minuten ein GPS Signal sendet. Dieses Signal wird auf einer Karte angezeigt. Bei meiner Wanderung im April auf Anglesey werde ich den Tracker live testen und anschließend berichten. Auch diese Wanderung könnt Ihr auf meinem Blog verfolgen. Für meine 8 Tage Wanderung werde ich den Tracker auf eine längere Sendefrequenz einstellen.

9. Taschentücher

Braucht man immer!

10. Schmerztabletten

Auch sinnvoll trotz Krankenversorgung an den Checkpoints.

11. Pflaster

Einfach weil es bis zu dem nächsten Checkpoint viel zu lang sein kann.

12. Sonnencreme

Der richtige Sonnenschutz ist wichtig. Vor dem Start werde ich mich eincremen unabhängig davon, wie sonnengebräunt ich zu diesem Zeitpunkt bereits bin. Um den Sonnenschutz aufzufrischen nehme ich SPF30 Aloe-Up Pro Ultra Sport Sunscreen Stick mit.

13. Vaseline

Man weiß nie!

14. Zwei Flaschen Wasser à 0,5l

15. Ticket für den Liberty Bus

Bei meiner Ankunft werde ich mir eine Wochenkarte (Multi-journey pass) der Liberty Busgesellschaft für 29 GBP kaufen. Diese verkehrt regelmäßig zu allen erdenklichen Punkten auf der Insel.

16. Handout/Karte

Eine extra Wanderkarte von Jersey nehme ich nicht mit. Wir erhalten ein Handout mit den Checkpoints und mit dem notwendigen Kartenmaterial. Dies wird reichen.

Außerdem bin ich nicht allein unterwegs. Im letzten Jahr sind ca. 1450 Teilnehmer gestartet, da findet sich immer einer, der den richtigen Weg kennt. Auch ist es an sich schwer sich auf einem Küstenpfad zu verlaufen. Das Wasser ist entweder rechts oder links und als Orientierung perfekt geeignet. Nebel ist im Hochsommer auch nicht zu erwarten, so dass diese Erschwernis auszuschließen ist.

Die übrige Zeit auf Jersey werde ich die Insight Flexi Map benutzen. Sie ist laminiert. Die kostenlose Variante gibt es bei Jersey.com als Visitor Map.

17. Bargeld

Bargeld muss sein. Für das erste und zweite Pint nach meinem Zieleinlauf.

Was bleibt zuhause?

Nach mehrmaligem überlegen, war klar, dass ich manche Dinge wieder von meiner Packliste für die Tageswanderung in Jersey streichen kann:

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