Die besten Wanderkarten – Ordnance Survey (OS) vs. Harvey

Die besten Wanderkarten – Ordnance Survey (OS) vs. Harvey

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Zwei Wanderer, die entlang der Küste in England auf einem Wanderweg unterwegs sind und eine Wanderkarte umhängen haben

Wer meine Beiträge regelmäßig liest, der weiß, dass ich auf meinen Wanderungen sowohl die Wanderkarten von Ordnance Survey als auch die Karten von Harvey nutze. Gelegentlich greife ich auf eine lokale Karte oder auf Karten von Footprint zurück.

Die passenden Wanderkarten finden

Anfangs waren meine Entscheidungen, welche Karte ich mit auf meine Wanderung nehmen soll, rein pragmatisch. Vor jeder Wanderung ging ich im Internet auf die Suche nach Wanderführern und eben auch nach Wanderkarten.

Die Entscheidung fiel in der Regel zugunsten der Karte, welche möglichst meine vollständige Wanderung abbildete. Ein Nachdenken über Maßstab, Gewicht, wasserabweisende Eigenschaften oder gar über die zusätzliche Nutzung des gleichen Kartenmaterials auf meinem Smartphone, spielten keine Rolle.

Meine Wahl fiel oft auf die Karten von Ordnance Survey, da diese Karten überall sehr präsent sind. Später lernte ich jedoch auch deren Qualität zu schätzen und mit ihren Nachteilen zu leben.

Ordnance Survey Maps Wanderführer in einem Regal nebeneinander

Irgendwann, ich glaube es war vor meiner ersten Wanderung auf dem Hadrian’s Wall Path, war ich sehr von OS genervt, weil ich keine passende Karte finden konnte, die den vollständigen Fernwanderweg abbildet. Nun ging ich ernster an die Suche heran. Bei dieser Gelegenheit fand ich die Karte „Hadrian’s Wall Path XT40“ von Harvey aus der Reihe National Trail.

Seit diesem Tag suche ich immer zuerst aufmerksam nach der „richtigen“ Karte.

Wanderkarten von Ordnance Survey und Harvey im Vergleich

Heute morgen wurde ich gefragt, welche Karten denn besser sind, die von Ordnance Survey oder die von Harvey. Eine klare Antwort konnte ich spontan nicht geben. Hier findest du meine Überlegungen zum Pro und Contra von OS und Harvey.

Kriterium: Abgebildete Wanderungen

Der größte Vorteil der Karten von OS ist, dass du von jedem Ort in Großbritannien eine Karte bekommen kannst. Der Maßstab 1:50000 der Karten aus der Landranger Reihe ermöglicht es dir zu lernen, wie diese Karten zu lesen sind. Du kannst mit ihnen auch sehr leicht das Navigieren erlernen.

Im Gegensatz dazu gibt es die Karten von Harvey nur für ausgesuchte Gebiete und Wanderungen. Der Vorteil dieser Karten liegt jedoch genau darin, dass sie exakt das von dir ausgewählte, territorial begrenzte Gebiet oder die entsprechende Wanderung abbilden. Die von mir genutzten Karten von Harvey aus der XT40 Reihe bilden im Maßstab 1:40000 ab.

Kriterium: Eigenschaften der Karte

Wanderkarten von Harvey sind leicht, wasserfest und aus einem Material, welches diese Karten besonders flexibel und stabil macht. Aus diesem Grund brauchst du für diese Karten keine extra Kartentasche oder Schutzhülle.

Der Maßstab 1:40000 von Harvey ist der Mittelweg zwischen der Standardgröße 1:25000 (welche Harvey und OS gleichermaßen herstellen) und der von OS hergestellten Karten im Maßstab 1:50000.

Kriterium: Handhabung der Karte

Ein größerer Unterschied zwischen den Karten von OS und Harvey besteht in den jeweils benutzten Symbolen. Wofür du dich entscheidest, ist jedoch eher eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Harvey verwendet Konturen mit einem Abstand von 15m. Dies erleichtert besonders in den Bergen das Lesen dieser Karten. Auch das von Harvey benutzte Farbschema von braun zu grau, wenn sich das Gebiet im Untergrund von Gras zu Stein ändert, erleichtert die Orientierung.

Wanderkarte in einer Hülle verpackt auf einer Wanderung

Kriterium: Nutzung mit dem Smartphone

2015 hat Ordnance Survey einen weiteren Schritt getan. Nun gibt es die Karten aus der Reihe OS Explorer im Maßstab 1:25000 auch mit einem Code für einen kostenfreien Download der jeweiligen Karte für die App von OS.

Kriterium: Kosten

Abschließend bleibt noch die Frage der Kosten der jeweiligen Karten. Ehrlich gesagt spielt der Preis für mich immer nur dann eine Rolle, wenn ich eine echte Wahl habe.

Grundsätzlich gilt jedoch, dass die Karten vor Ort preiswerter sind als im Internet. Zum einen entfallen die Extrakosten für den Versand, zum anderen der erhöhte Umrechnungsfaktor der deutschen Händler.

Kriterium: Online-Angebot

Zur Zeit ergänze ich meine umfangreiche Sammlung mit den „neuen“ OS Explorer Karten, um mein Kartenmaterial auch auf meinem Smartphone nutzen zu können. Dabei ist mir aufgefallen, dass einzelne Karten, die momentan bei Amazon vorbestellt werden können, viel günstiger zu haben sind. Es lohnt sich also für dich, genau hinzuschauen und zu vergleichen.

Gelegentlich findest du auch auf der Webseite von OS Angebote von „Paketen“. Diese können unter Umständen trotz der Versandkosten günstiger sein.

Auf die Webseite von Harvey greife ich immer dann zurück, wenn ich die gesuchte Karte nicht bei Amazon finden kann. Bei Harvey sind die Versandkosten moderat und Harvey arbeitet schnell und zuverlässig.

Wanderkarten als Vorbereitung nutzen

Ich kaufe meine Karten meistens vorher, weil ich sie für die Vorbereitung meiner Wanderungen brauche. Schließlich ist die Route entscheidend für die Dauer der Wanderung und die Orte, in denen ich nach Unterkünften suchen kann.

Auf der Karte erkenne ich auch sofort Berge und Flüsse und finde Informationen über mögliche Bahnlinien, Pubs, gesperrte Gebiete usw. auf einen Blick.

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