Collas Crill Island Walk 2015 – 171 Tage, der Countdown läuft

Collas Crill Island Walk 2015 – 171 Tage, der Countdown läuft

0
St. Quen's Bay in Jersey an einem sonnigen Tag mit blauem Himmel

Das neue Jahr ist gerade wenige Stunden alt. Meine Gedanken kreisen um meine Teilnahme am Collas Crill Island Walk 2015. Die Anmeldung soll im Januar möglich sein. Typisch deutsch, habe ich gleich heute nachgesehen, ob bereits am Neujahrstag das Anmeldefenster geöffnet ist. Andere Länder andere Sitten. Soon bedeutet nunmal bald und bald ist unbestimmt. Also irgendwann im Januar… In Gedanken bin ich schon auf dem Anflug…

Wie bereite ich mich auf den Collas Crill vor?

77 km an einem Stück ist nicht ohne. Essen umstellen? Fitnesstraining? Ausdauer trainieren? Einen Plan machen? Ja und nein.

Fest steht, dass ich nicht ohne Vorbereitung starten sollte. Allein schon um meine Gesundheit zu schonen und um die Wanderung genießen zu können.

Also habe ich zuerst festgelegt, dass ich einmal pro Woche eine Wanderung von mindestens 15 – 20 km machen werde.

3 – 4 Stunden lassen sich leicht unterbringen. Diese Strecke kann ich am Wochenende als Nachmittagsspaziergang einschieben, ohne meinen sonstigen Tagesablauf zu verändern. Auch unter der Woche ist es leicht möglich diese Strecke nach einem Bürotag als Stadtspaziergang oder als Heimweg zu genießen.

Gute Vorsätze sind nicht an den Jahreswechsel gebunden. Ich habe mich vom alten Jahr mit einer Umrundung des Müggelsees in Berlin verabschiedet.

Müggelsee in Berlin an einem bewölkten Tag

Müggelsee und Müggelberge in Berlin

Der Müggelsee und seine Umgebung werden mein hauptsächliches Trainingsgebiet in Vorbereitung auf den Collas Crill Island Walk sein. Ich falle praktisch aus meiner Wohnung und bin schon im Grünen. Außerdem habe ich die Möglichkeit die Länge der Runden zu variieren.

Einige Stationen mit der Straßenbahn, 16 km von Rahnsdorf über Klein Venedig und die Müggelseeperle und schon stehe ich unter der Dusche. Für die lange Runde lasse ich die Straßenbahn weg und bin nach ca. 22 km duschen.

Mehr als die Hälfte der Wanderung führt durch den Wald und direkt am kleinen und großen Müggelsee entlang. Gegen die Langeweile werde ich die Runden zunächst rechtsherum und linksherum abwechseln, dann diese Wanderung durch andere Wege ersetzen.

So konnte ich das neue Jahr bereits mit einer Wanderung durch die Müggelberge beginnen.

Wanderung auf den Müggelberg in Berlin

Blick auf den Müggelsee in Berlin vom Müggelturm aus

Der Höhepunkt war der Aufstieg auf den Müggelturm. Der Ausblick, rundherum Wald, im Norden der Müggelsee und im Süden der Lange See, eröffnete mir ein Gefühl davon, wie viele Möglichkeiten ich haben werde mich gut auf meinen Collas Crill Island Walk vorzubereiten.

Im Laufe der nächsten Monate werde ich die Anzahl der wöchentlichen Wanderungen erhöhen, so dass ich Ende Mai auf wöchentlich 80 – 100 Kilometer kommen werde.

Dabei werde ich meine Wanderungen im Mai auf dem South West Coast Path in Cornwall besonders genießen.

Weitere Vorbereitungen für den Collas Crill Island Walk

Fitnesstraining? Nein, ein besonderes Fitnesstraining werde ich nicht brauchen. Darauf habe ich auch keine Lust.

Auf meiner Wanderuhr 2014 stehen mehrere hundert Kilometer. Davon wöchentliche Wanderungen bis zu 150 km. Außerdem werden meine weiteren Wanderungen meine Fitness noch verbessern.

Viel wichtiger bleibt der Gedanke, dass mir mein Collas Crill Island Walk Spaß machen soll, nur die Teilnahme zählt. Meine Vorbereitungen dienen ausschließlich dazu meine Gesundheit zu schonen und mir soviel Ausdauer zu verschaffen, dass ich jede Meile genießen kann.

Die passende Ausrüstung

Ein größeres Augenmerk werde ich auf die Anpassung meiner Ausrüstung legen. Basis dafür wird meine bisherige, sorgsam ausgewählte Ausrüstung sein.

Grundsätzlich stehe ich immer vor der Abwägung zwischen Funktionalität und Gewicht. Dies gilt sowohl bei der Auswahl des richtigen Rucksacks, der richtigen Schuhe und auch der richtigen Bekleidung. Die Auswahlkriterien Aussehen und Preis treten später hinzu.

Wichtiger ist, dass die „richtige“ Ausrüstung sehr individuell ist und den persönlichen Vorlieben, Bedürfnissen und Erfahrungen jedes einzelnen Wanderers entsprechen.

Aus diesem Grund ist meine „richtige“ Ausrüstung zunächst nur für mich richtig. Abgesehen davon, dass sich auch meine Vorlieben und Bedürfnisse ändern können und neuen Erfahrungen unterliegen, muss jeder von Euch seine eigene „richtige“ Ausrüstung finden. Ich möchte gern Hilfe geben und von meiner Entscheidungsfindung berichten.

Die Wahl des richtigen Rucksacks

Rucksack Exos

Mein erster Wanderrucksack war ein Tagesrucksack von Jack Wolfskin. Diesen habe ich gekauft, weil ich keine Lust mehr hatte die Regenjacke und die Wasserflasche zu tragen. Er sollte klein und preiswert sein.

Ich habe viele Wanderungen gebraucht um zu merken, dass dieser Rucksack zu eng war, dadurch sich meine Bewegungen stark eingeschränkt haben und ich ständig am Rücken nass geschwitzt war. Für mich gilt, ein großer Rucksack ist besser als ein kleiner Rucksack.

Entscheidender ist das Gewicht und wie der Rucksack am Körper sitzt und sich bei Bewegungen, auch bei plötzlichen, verhält. So gilt für mich, je weniger Gewicht mein Rucksack hat, desto besser. Einige Gramm gebe ich nur für die Verbesserung des Tragekomforts wieder her.

Ich gehöre zu den Menschen die gern Bewährtes beibehalten und sich durchaus an Marken gebunden fühlen, wenn ich mich erst einmal entschieden habe. Dies bedeutet aber auch, dass ich sehr aufmerksam Blogs der anderen Wanderer und Nomaden lese und Neuheiten auf dem Markt hinterfrage und mit meinen gegenwärtigen Bedürfnissen abgleiche.

Im Moment benutze ich regelmäßig zwei Rucksäcke von Osprey. Der Osprey Exos 46 ist auch für mich der ultimative Rucksack für superleichte Fernwanderungen. Ich habe ihn bisher für Wanderungen bis zu zwei Wochen genutzt.

Roter Wanderrucksack von Osprey "Exos"

Besonders schätze ich das AirSpeed-Tragesystem, das Alugestell mit gespanntem 3D-Netzrücken und halbmondförmiger Seitenbelüftung.

Die Hüft- und Schultergurte sorgen für optimalen Sitz und einen Komfort, wie ich es bei einem 1,1 Kg schweren Rucksack nicht für möglich gehalten habe und alles bei einem Volumen von 49 Liter.

Den Exos 46 gibt es nicht mehr auf der offiziellen Webseite von Osprey. Er wurde offensichtlich ersetzt durch den Exos 48. Er ist jedoch noch bei einzelnen Händlern im Internet zu kaufen.

Rucksack Talon

Seit einigen Monaten nutze ich auch den Talon 33 ebenfalls von Osprey. Ich nutze den Talon 33 sowohl bei Tages- und Wochenendwanderungen, als auch bei Fernwanderungen bis zu einer Woche.

Neben den typischen Osprey Ausstattungen schätze ich das geringe Gewicht und die Größe von 60x24x25. Der Talon 33 geht locker als Handgepäck durch. Er spart so zusätzliche Zeit beim Einchecken und vor allem Kosten für zusätzliches Gepäck bei den Billigfliegern.

Der einzige bisher von mir bemerkte Nachteil besteht darin, dass der Rucksack wegen dem fehlenden Alu Gestellt relativ weit oben sitzt. So komme ich schlecht an die Trinkflaschen rechts und links heran, ohne den Rucksack abzunehmen. Auch ist aus diesem Grund die Hinterlüftung der beiden Reißverschlussfächer am Hüftgurt nicht optimal gewährleistet. Also Achtung: Fotoapparat und Handy schwitzen mit!

Brauche ich für meinen Collas Crill Island Walk einen neuen oder anderen Rucksack? Was kann ich gegenüber dem Talon 33 verbessern?

An erster Stelle stehen das Gewicht und der Tragekomfort. Schließlich werde ich den Rucksack einen ganzen Tag über Jersey tragen. Er muss perfekt sitzen, kein Drücken, kein Verrutschen und er muss möglichst leicht sein. 77,3 km können lang werden.

Die Wasserflaschen möchte ich schnell und ohne den Rucksack abzunehmen erreichen.

Der Rucksack muss so groß sein, dass alle Sachen aus meiner Packliste Jersey hinein passen. Er muss wasserabweisend sein, so dass ich nicht bei jedem Regentropfen den Regenschutz überziehen muss.

Wie finde ich den richtigen Rucksack?

Ich bestimme worauf es mir persönlich ankommt und welche Eigenschaften und Ausstattungen des Rucksacks meinem Vorhaben besonders dienen. Jetzt beginne ich streng nach den formalen Eckdaten im Internet mit der Recherche.

Auf den Blogs der anderen Wanderer war ich nicht sehr erfolgreich. Die meisten bloggenden Wanderer beschäftigen sich mit Rucksäcken für Fernwanderungen. Tagesrucksäcke kommen bei den Empfehlungen zu kurz.

Vielleicht sollte ich auf Webseiten von Radfahrern und Langläufern recherchieren. Letztlich bin ich wieder auf den Webseiten von Osprey, Jack Wolfskin und der anderen Verdächtigen gelandet.

Rucksack (offline) im Geschäft kaufen

In den nächsten Tagen werde ich mit meinen Notizen Camp24 aufsuchen. Dort finde ich sehr kompetente Leute und eine sehr gute Grundausstattung. Wir werden meine Wünsche und Erkenntnisse offen diskutieren. Ich werde die verschiedensten Rucksäcke testen.

Für den Fall, dass ich dann eine Entscheidung getroffen habe, werde ich meinen neuen Rucksack auch bei Camp4 kaufen.

Neben Camp4 gibt es diverse Wander-Ausstatter. Suche Dir einen Ausstatter in Deiner Nähe. Bereite Dich gut auf Deinen Besuch vor. Stelle alle Deine Fragen und äußere Deine Bedenken und Wünsche. Teste die jeweiligen Modelle in Ruhe. Erst wenn keine Fragen mehr offen sind, dann triff Deine Entscheidung. Im Zweifel bedenke die Entscheidung einen Tag oder hole Dir weiteren Rat ein.

Natürlich spielt der Preis bei Deiner Entscheidung eine Rolle. Auch solltest Du die Preise im Internet vergleichen. Lege auf den besten Preis im Internet 10 – 20 € für die Preisdifferenz zwischen Einzelhandel und Internet Handel obendrauf. Denke auch an die Lieferkosten und einen Obolus für die hoffentlich gute Beratung. Wenn dann der Händler vor Ort diesen Betrag nicht überschreitet, dann kaufe bei ihm. Oder nimm den besten Preis im Internet mit und kaufe bei Deinem Händler etwas anderes.

Was alles in den Rucksack rein soll, findest du in meiner Collas Crill Packliste.

Essen und Trinken als Vorbereitung

Meine Ernährung werde ich, wie alle Jahre nach dem Winter, wieder umstellen. Weniger Kohlenhydrate, weniger Alkohol und mehr Obst und Gemüse. In den letzten Jahren habe ich die Umstellung erst mit der ersten Wanderung im Frühjahr geschafft.

Ca. 4 Wochen vor der ersten Wanderung des Jahres habe ich begonnen die Mengen meines Essens und Trinkens zu reduzieren. Das bedeutete, dass ich den zweiten vollen Teller Pasta nicht mehr gegessen habe. Mittwochs im Pub habe ich mich konsequent auf 3 Pints beschränkt. Auf den Whisky zum Abschied habe ich verzichtet.

Tagsüber habe ich mehr Wasser getrunken. Täglich habe ich zusätzliche Vitamine und Magnesium eingenommen.

Dann auf dem Weg nach Großbritannien habe ich in Belgien schnell noch ein fettes 3 Gänge Menü nebst Weinbrand und Champagner genossen. Dann war wirklich Schluss.

Das erste englische Frühstück war ein klassisches „Full English Breakfast“. Natürlich mit Eiern, Schinken, Würstchen, Bohnen, Tomaten und Pilzen. Nachdem ich die ersten 10 km permanent das Frühstück aufgestoßen hatte war klar, ab morgen gibt es dann wieder Kost für den Wanderer.

Ab dem nächsten Tag bestand das Frühstück aus Obst und Joghurt, Schinken und Spiegeleiern. Mit diesem Frühstück bin ich gut über den Tag gekommen. Ich habe nur 2 -3 Flaschen Wasser (insgesamt 1,5 l) getrunken. Kein Aufstoßen, kein Völlegefühl. Am Abend gab es dann eine zünftige Mahlzeit in einem der vielen Pubs und natürlich auch mindestens 2 Pints lokales Bier.

Ich konnte so viele Tage auf den Wanderungen in Großbritannien genießen. Anschließend hatte ich abgenommen, war gebräunt und fit. So geht es diesmal nicht!

Der Collas Crill Island Walk findet am 20.06.2015 statt und führt über 77 km. Ich habe meine Vorbereitungen bereits begonnen, so dass ich nicht auf meine erste längere Wanderung warten kann, um danach fit und mit umgestellter Ernährung für den Collas Crill Island Walk bereit zu sein.

Der Jahreswechsel ist vorbei, also wird es doch nicht so schwierig sein besser zu essen. Auch werde ich langsam beginnen zusätzlich Vitamine und Kalzium zu mir zu nehmen, so dass ich bei meinem sich steigernden Trainingsplan gesund bleibe.

Essen und Trinken auf dem Collas Crill

Gedanken mache ich mir nur über meine Ernährung am Tag der Wanderung selbst. Einerseits starte ich bereits um Mitternacht und werde voraussichtlich 16, 17 Stunden unterwegs sein. Andererseits werden viele Checkpoints eingerichtet, die uns mit Wasser und Essen versorgen. Also werde ich warten bis mir das Handout vorliegt und ich dort sehe welche Vorkehrungen vom Veranstalter getroffen werden.

In der Zwischenzeit lese ich Erfahrungsberichte von Marathonläufern, die essen auch unterwegs.

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT